Jeder kennt sie, aber nicht jeder mag sie: GIFs. Das sind kurze animierte Sequenzen, die durch das Aneinanderreihen mehrerer Einzelbilder entstehen. Wie man sie effizient einsetzen kann, verraten wir in unserem Beitrag.

Ähnlich wie beim Thema Catcontent gehen die Meinungen zu GIFs (auch bei uns) weit auseinander: die einen finden sie ganz furchtbar, die anderen lieben sie und senden, wann immer es möglich ist, GIFs quer durch die ganze Agentur. (Ich gehöre übrigens zu den GIF-Liebhabern 😀.)

GIFs im Content Marketing

Doch was bedeutet GIF eigentlich? Woher bekommt man diese bewegten Bildchen? Und hat es Vor- oder Nachteile, die animierten Grafiken zu verwenden? Fragen über Fragen, denen wir uns in diesem Beitrag widmen möchten.

GIF – Was ist das eigentlich?

Der Begriff GIF ist eine Abkürzung für „Graphic Interchange Format“ und ist, einfach gesagt, ein Dateiformat für Bilder. In den meisten Fällen entstehen durch die Aneinanderreihung mehrerer Einzelbilder die animierten Sequenzen. Abgespeichert in einer neuen Datei können sie dann mit Hilfe des richtigen Programmes oder innerhalb des Webbrowsers abgespielt werden. Der Einsatz von GIFs ist mittlerweile so weit verbreitet, dass das Oxford Dictionary „GIF“ zum Wort des Jahres 2012 kürte.#GIFs: Die animierten Bilder sind inzwischen ein beliebtes Mittel um Aufmerksamkeit zu… Klick um zu Tweeten

Besonders gern werden sie in den sozialen Medien wie Facebook oder Twitter eingesetzt. Auch im Marketing werden sie zunehmend genutzt, zum Beispiel auf Websites oder in Newslettern. Inzwischen sind sie ein beliebtes Mittel um Aufmerksamkeit zu generieren, sich von der Konkurrenz abzuheben und die Markenbekanntheit zu steigern.

Und woher bekomme ich nun diese GIFs?

Mittlerweile gibt es eine gute Auswahl an Portalen, auf denen man jede Menge GIFs findet. Am bekanntesten ist sicher giphy.com. Als einer der größten Kataloge bietet GIPHY eine Suggest-Suche mit deren Hilfe man schnell passende Bilder findet.

Plattform für gifs giphy.com

Screenshot der Plattform giphy.com

Daneben gibt es noch weitere Websites mit den bewegten Bildchen, z.B.:

Auch über die Google Bildersuche lässt sich über die Einstellung „Typ“ -> „Animiert“ eine Auswahl an GIFs finden und bei Bedarf direkt in den sozialen Medien verteilen.

Und wer auf diesen Plattformen nicht fündig wird, kann auch selbst aktiv werden und eigene Sequenzen erstellen. Dazu nimmt man mehrere Einzelbilder oder ein Video auf und verarbeitet sie dann mit Hilfe eines Programmes wie Make A GIF zu einem eigenen animierten Bildchen. Das ist gar nicht schwer und verleiht Ihren Inhalten etwas sehr Persönliches.

Auch Facebook hat die Beliebtheit der animierten Kurzfilmchen erkannt – seit kurzem ist es ohne weiteres möglich, den Link von giphy.com zu kopieren und in den Status einzufügen. Auch beim Kommentieren kann man GIFs einsetzen und somit für Abwechslung in den Kommentarspalten sorgen.

GIFs effektiv einsetzen

Visuelle Wahrnehmung, Bild von TNW

Visuelle Wahrnehmung, Bild von TNW

90% aller Kaufentscheidung werden durch visuelle Faktoren beeinflusst (Quelle)! Und 90% der Informationen, die an unser Gehirn weitergeleitet werden, sind – natürlich – visuell

Für das Marketing heißt das im Klartext: Wer mehr Aufmerksamkeit erlangen möchte, sollte über die Verwendung von GIFs zumindest nachdenken. Hierbei ist jedoch in erster Linie zu prüfen, ob sich die Außendarstellung des Unternehmens mit diesem Dateiformat vereinbaren lässt.

Haben Sie sich für die Verwendung von GIFs entschieden, sind Ihrer Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Produkte präsentieren, Rezepte zeigen oder Schritt-für-Schritt-Anleitungen erstellten – für das Marketing ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten.

Hier noch einmal Gründe für den Einsatz von GIFs:

  • Trends mitmachen: vor allem für Unternehmen, die sich als „innovativ“ bezeichnen, ist die Nutzung ein Muss
  • Humor zeigen: die animierten Bildchen sind (meistens) witzig, was positive Auswirkungen auf die Kommunikation haben kann
  • Geschichten erzählen: ähnlich wie ein Kurzfilm übermitteln GIFs Stories und sind dabei einfacher und schneller zu produzieren
  • Kurze Aufmerksamkeitsspanne: die Animationen sind kurz und knapp, was dazu führt, dass sie häufiger komplett angesehen werden, als Videos
  • Tonlos: GIFs funktionieren ohne Ton – ein weiterer, wenn nicht entscheidender Vorteil gegenüber Videos
  • Streuung: GIFs können ganz einfach auf verschiedenen Social Media Plattformen geteilt werden (bei Twitter ist diese Funktion inzwischen sogar in die Tweet-Erstellung integriert).

Was Sie beim Einsatz von GIFs besser vermeiden sollten, haben die Experten von GIPHY übrigens in einem spannenden Beitrag im Hootsuite-Blog verraten.

Exkurs: Auf Facebook mit GIFs werben

Seit Februar 2017 gibt es im Facebook Werbeanzeigenmanager eine neue Funktion: Aufgrund Ihrer großen Beliebtheit können nun auch GIFs als Werbemittel für Anzeigen eingesetzt werden. Die hochgeladene Sequenz wird im Newsfeed automatisch abgespielt.

Animierte Bilder jetzt auch für Facebook Werbeanzeigen nutzen

Animierte Bilder jetzt auch für Facebook Werbeanzeigen nutzen

Was dabei genau beachtet werden muss und welche Bildgrößen empfehlenswert sind, können Sie detailliert auf allfacebook.de nachlesen.

Fazit

Manche Dinge sehen in Bewegung einfach besser aus. Wer seine Website oder sein Blog persönlicher gestalten und sich damit auch von der Konkurrenz abheben möchte, sollte visuellen Content verwenden. Und ein GIF überbringt Botschaften und Inhalte schnell und unterhaltsam. Wichtig ist bei der Auswahl nur, dass der Einsatz auf Ihre Gesamtstrategie angepasst ist und auch zu Ihrem Unternehmen passt.

GIFs effektiv einsetzen - worauf man achten sollte

Setzen Sie GIFs innerhalb Ihrer Social Media Strategie ein oder sind Sie eher genervt von den animierten Bildern? Teilen Sie uns doch Ihre Erfahrungen und Einschätzungen in den Kommentaren mit!

 

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