Speed Update, lokale Conversion-Aktionen, Google Pay und IGTV – wissen Sie schon, worum es hier geht? Wenn Sie auch in der Urlaubszeit und trotz Hitzewelle auf dem Laufenden bleiben wollen, lesen Sie hier kompakt die wichtigsten News der letzten Monate!

SEO

Speed Update

Im Juli hat Google das Speed Update ausgerollt. Seitdem ist die Ladezeit von mobilen Websites ein entscheidender Rankingfaktor und nicht wie bisher, die Ladezeit der Desktopversion. Konkret bedeutet das, dass Seiten, die sich mobil langsam aufbauen, schlechter bewertet und in den Suchergebnissen seltener ausgespielt werden.

Zudem hat Google im Zuge des Updates sein Bewertungssystem für die Einstufung des Page Speeds verfeinert. Bisher wurde nur zwischen langsamer und normaler Ladezeit differenziert. Mit dem Update werden nun auch Zwischenstufen unterschieden, wie Christian Kunz im Gespräch mit John Müller erfragen konnte. Wobei die schrittweise Verbesserung nur die langsamen Seiten betrifft, wie John Müller auf Twitter klar stellte.

Lädt eine Website auf mobilen Geräten etwa in 3 Sekunden, wird sie als schnell bewertet. Mit dieser Geschwindigkeit kann man in den Suchergebnissen auf den ersten fünf Plätzen laden. Bei einer Ladezeit von etwas mehr als 3 Sekunden kann eine Website für Position 6 bis 10 ranken, so eine Studie von searchmetrics. Wollen Sie also ganz oben bei Google ranken, sollte die Optimierung des Page Speeds Ihrer Internetpräsenz hohe Priorität haben! Mit einer Accelerated Mobil Page (AMP) könnten Sie der Konkurrenz einen Schritt voraus sein. Denn Google berücksichtigt die AMP im Ranking, wenn sie schneller als die Desktopversion lädt . AMPs sind mobile Seiten, die sich durch einen schlankeren Code auszeichnen, so dass sie sehr schnell sind. Außerdem werden Inhalte erst während des Scrollens geladen.

Mehr Thumbnails in lokalen SERPS

Mobil zeigt Google mehr – im vergangenen Quartal konnte ein Anstieg an Vorschaubildern in  den organischen Ergebnissen der mobilen Suche festgestellt werden, wie onlinemarketing.de schreibt. Seit 2016 liegt der Prozentsatz für Thumbnails in den SERPS zwischen 7 und 16%. Doch im Juli stieg der Wert in Deutschland auf 30% an! Die Vorschaubilder kommen besonders bei Suchen nach Orten und Plätzen vor, nun aber zunehmend auch, wenn nach Geschäften oder Dienstleistungen mit lokalem Bezug gesucht wird. Visuelle Teaser stehen also hoch im Kurs, da sie besonders auf  den kleinen Bildschirmen der Mobilgeräte schneller zu erfassen sind.  Gleichzeitig animiert ein spannendes Bild den User zusätzlich zum Klicken. Daher achten Sie verstärkt darauf, qualitativ hochwertige Bilder auf Ihrer Webpräsenz einzusetzen.  Das lohnt sich nicht nur für die User Experience auf der Seite, sondern verschafft Ihnen vielleicht auch in den Suchergebnissen einen kleinen Vorsprung.

Google my Business

Sie setzen auf lokales SEO und arbeiten bereits aktiv mit Google my Business? Dann sind Ihnen die Neuerungen sicher schon aufgefallen. So ist die Leistungsübersicht in der Startansicht im Juni dazu gekommen. Hier werden Aufrufe, Suchanfragen und Aktionen des letzten Monats angezeigt.

Seit Juli gibt der Googledienst im Dashboard unter „Statistiken“ eine Übersicht zu den Suchanfragen aus, über die Nutzer Ihr Unternehmen gefunden haben. Hier können Sie sich die Keywords der letzten 7 oder 28 Tage anzeigen lassen und so herausfinden, mit welchen Schlagworten Ihr Unternehmen verknüpft wird und vor allem, ob sie bei den richtigen Suchanfragen erscheinen. Zusätzlich wird angezeigt, wie viele Nutzer etwa das jeweilige Keyword verwendet und Ihr Snippet gesehen haben.

Auch in den Beiträgen findet sich eine neue Funktion. In den Posts kann nun ein weiterer Call-to-Action ausgewählt werden: der „Jetzt anrufen“-Button. Das Tool greift auf die eingetragene Firmennummer zurück und spielt diese im Beitrag aus. Somit können Sie Ihre Besucher gezielt zur Kontaktaufnahme auffordern. Der Vorteil ist – besonders auf mobilen Geräten – dass der User ohne Umwege auf die Nummer klicken und anrufen kann.

Sie nutzen Google my Business noch nicht? Lassen Sie sich die Vorteile von Google my Business  nicht entgehen, denn Ihr Eintrag in diesem Tool ist relevant für die mobile und lokale Suche!

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SEA

Schon bemerkt? Google AdWords heißt jetzt Google Ads und auch das Logo ist neu! Aber es hat sich noch mehr getan!

Responsive Anzeigen

Seit Mai gibt es responsive Anzeigen für das Suchnetzwerk (RSA). Im Dashboard legt man dafür gleich mehrere Anzeigentitel und Beschreibungen an, die Google dann in den verschiedenen Kombinationen testet, um so eine möglichst erfolgreiche Anzeige zu finden. Das variable Konzept ist spannend und vielversprechend, da so eine automatisch optimiere Anzeigenleistung erzielt werden kann. Aber andererseits implizieren RSAs auch eine besondere Herausforderung an die textliche Gestaltung. Schließlich müssen alle Bausteine harmonisch auf einander abgestimmt sein. Möglich sind bis zu 15 unterschiedliche Anzeigentitel und vier Beschreibungen. Die RSA befinden sich noch in der Beta-Version und sind daher noch nicht für alle Konten verfügbar. In den kommenden Monaten wird der Rollout jedoch abgeschlossen sein.

Page Speed in Google Ads

In der Google Ads Oberfläche wird unter „Zielseiten“ seit dem letzten Quartal angezeigt, wie schnell die Landing Page der Anzeigengruppe lädt. Gemessen wird mit einer Skala von 1 bis 10. Schließlich ist der Page Speed ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Kampagnen. Daher rät Google auch hier zur Nutzung von AMPs als Landing Pages.

Übrigens: Google konzentriert sich auch hier ausschließlich auf die Geschwindigkeit auf Mobilgeräten.

Lokale Conversions

In Google Ads gibt es innerhalb der Conversionerfassung eine spannende Neuerung: Lokale Conversion-Aktionen. Seit dem letzten Quartal trackt der Dienst das Nutzerverhalten während oder nach der Interaktion mit einer Anzeige. Google erfasst bspw., ob ein User eine Wegbeschreibung zum Unternehmen aufruft, einen Standort speichert oder eine Speisekarte öffnet. Besonders Unternehmen wie Hotels, Restaurants, Geschäfte und Dienstleister, die standortbasierte Werbung schalten, können von diesem Tracking profitieren. Folgende Conversion-Aktion erfasst Google Ads:

  • Clicks-to-Call
  • Wegbeschreibung
  • Websitebesuche
  • andere Interaktionen (z.B. speichern)
  • Bestellungen
  • Speisekartenaufrufe

Die lokalen Conversions werden automatisiert von Google gehostet und können nicht verändert werden. Auch in das über Google Analytics oder Google Ads eingerichtete Conversion-Tracking Ihres Kontos werden die lokalen Zielabschlüsse nicht mit eingerechnet. Sie können nur über das Menü oben rechts unter „Conversions“ abgerufen werden. Für alle Werbetreibenden sind diese Daten sehr interessant, da sie mehr Aufschluss über das Nutzerverhalten geben.

SMM

Google Pay

Bezahlen mit dem Smartphone – das geht seit Ende Juni auch in Deutschland für Android-User. Die Idee: Die Kreditkarte wird bei Google und somit im Handy hinterlegt. Das funktioniert dann so: Google Pay oder „G Pay“ über die Banking App aktivieren und im Geschäft das Telefon an das Kartenterminal halten und die Zahlung freischalten, bspw. per Fingerabdruck. Fertig. Doch in vielen Läden ist diese Art der Bezahlung noch nicht angekommen, wie welt.de berichtet. Skepsis und technische Schwierigkeiten sind Hürden auf dem Weg zum drahtlosen Bezahlen. Boerse-online.de berichtet, dass aber bis Ende 2018 80% der Kassenterminals in Deutschland mit einer Funktion für digitales Bezahlen ausgestattet sein sollen.

Übrigens: Bisher nutzen nur die Commerzbank, Comdirect, N26 und Boon Google Pay. Die Sparkasse und die Deutsche Bank verwenden eigene Apps. Demgegenüber steht Apple Pay für iOS-Systeme, das aber in Deutschland bislang nicht verfügbar ist. Mal sehen, wie sich das virtuelle Bezahlmodell bis zum Ende des Jahres in Deutschland entwickeln wird.

Instagram TV

Auf Instagram gibt es seit Juni auch wieder ein neues Feature: Instagram TV (IGTV). Im Account finden Sie jetzt oben rechts eine kleines Fernseher-Symbol. Mit einem Klick befinden Sie sich direkt in IGTV. Hier sehen Sie Aufnahmen Ihrer abonnierten Kanäle und können entdecken, was das Instagram-Universum darüber hinaus zu bieten hat. Natürlich kann jeder Instagram-Nutzer seine eigenen Videos hochladen und so einen eigenen IGTV-Kanal betreiben. IGTV-Videos haben ein fixes Format: Full Screen und vertikal. Limitiert ist die Videolänge: mindestens 15 Sekunden und maximal 10 Minuten. Eine Ausnahme gibt es für verifizierte Konten. Diese dürfen Aufnahmen bis zu 60 Minuten hochladen.

Ein Werbeformat gibt es für IGTV (noch) nicht, dennoch ist dieser Dienst für Unternehmen interessant, denn mit IGTV können Sie Ihre Nutzer unterhalten und noch enger an sich binden. Mit raffinierten Kurzfilmen können Lifestyle, Branding, Storytelling und Influencer Marketing par excellence betrieben werden. Zudem hat auch kürzlich eine Studie belegt, dass User werbende Inhalte in den sozialen Medien kaum als solche wahrnehmen. Wir sind auf jeden Fall gespannt!

Fazit

Die vergangenen Monate haben wieder gezeigt, dass die strategische Ausrichtung auf mobile Geräte immer wichtiger ist. So hat Google nach der Einführung des Mobile-First-Indexes im ersten Quartal nun mit dem Speed-Update noch einmal deutlich den Fokus auf die Optimierung für Smartphone und Co. gelenkt. Wer am Ball bleiben will, konzentriert sich bei SEO zuerst auf die mobilen Geräte und sekundär auf den Desktop. Aber auch Marketing-Maßnahmen müssen immer stärker an die Anforderungen für die mobile Nutzung angepasst werden. Wir wünschen erfolgreiches Optimieren!