Haben Sie sich auch schon gefragt, ob Ihr Unternehmen in den sozialen Medien präsent sein sollte? Rund 80 % der Internet-User nutzen inzwischen regelmäßig die Dienste von Facebook, Twitter & Co. (Social Media Atlas). Die Antwort ist also: Ja, sollten Sie! Wir haben daher für Sie die acht wichtigsten Gründe für Social Media Marketing aufgelistet.

Soziale Netzwerke sind inzwischen unglaublich populär und erzielen enorme Reichweiten. Internetnutzer gehen häufig automatisch davon aus, dass jedes Unternehmen einen Social Media Auftritt betreibt. Interessenten gezielt ansprechen, Anfragen zeitnah beantworten, Firmennews mit Kunden teilen – die Möglichkeiten von Social Media sind wirklich vielfältig. Doch viele Firmen fürchten sich vor dem zusätzlichen Aufwand und sind noch nicht von der Notwendigkeit einer Präsenz im Social Web überzeugt. Gehören Sie auch dazu? Dann sollten Sie sich unsere Liste mit den wichtigsten Gründen für den Einsatz von Social Media unbedingt ansehen!

8 Gründe für Social Media Marketing

1.   Sie erreichen Ihre Zielgruppe dort, wo sie gerade ist.

Wir wiederholen es gern noch einmal: 80% der deutschen Internetnutzer sind bei Facebook, Twitter & Co. aktiv. Und wann nutzen diese Social Media? Nun, eigentlich immer: Nach dem Aufwachen im Bett, beim Frühstück, auf dem Weg zur Arbeit, in der Mittagspause, auf dem Heimweg, beim Austausch mit Freunden, beim Fernsehen, während des Buchlesens, in der Badewanne und vor dem Einschlafen.

Stellen Sie sich vor, bei jeder dieser Aktionen würden diese Personen auch Interessantes, Unterhaltsames oder Informatives über Ihr Unternehmen sehen oder lesen. Weil wir vermuten, dass Ihr Unternehmensflyer nicht mit in die Badewanne genommen wird, sollten Sie vielleicht doch über Social Media Präsenz nachdenken. Weil Ihr Imageflyer nicht mit in die Badewanne genommen wird, sollten Sie #SocialMedia nutzen. Klick um zu Tweeten

  • Überlegen Sie, in welchen sozialen Netzwerken ihre Zielgruppe aktiv ist und entscheiden Sie, in welchen Sie aktiv sein wollen. In unserem Beitrag Welches soziale Netzwerk passt zu Ihnen? geben wir Hilfestellung zum Thema.
  • Entwickeln Sie unbedingt eine Social Media Strategie, in der aufgeführt wird, wie Sie Ihre Zielgruppe ansprechen wollen, wann, wie oft und mit welchem Ziel.
  • Richten Sie aussagekräftige Unternehmensprofile auf den ausgewählten Social Media Plattformen ein. Wie das bei Facebook am besten klappt, haben wir hier für Sie zusammengefasst.
  • Planen Sie ausreichend Zeit für die Erstellung, Pflege und das Monitoring Ihrer Aktivitäten ein. Auch Personalressourcen müssen bedacht werden. Wer ist in Ihrem Unternehmen wofür verantwortlich?

2.   Sie können bestehende Kunden als Multiplikatoren nutzen.

Nicht umsonst reden wir von den „sozialen“ Netzwerken. Machen Sie sich die Tatsache zu Nutze, dass 32 Prozent der Social Media User sich schon einmal für ein Produkt oder eine Dienstleistung entschieden haben, weil es Ihnen im Social Web empfohlen wurde (Quelle: Faktenkontor). Profitieren Sie von der enormen Reichweite und den Möglichkeiten der viralen Verbreitung. Durch geschickte Inhalte werden Nutzer animiert, die Beiträge mit ihren Freunden zu teilen. Like-Button, Teilen-Funktion und Retweets sorgen dafür, dass der Nutzer „weitererzählt“ was ihm gefällt – mit geringem Aufwand.

Mit Hilfe von Aktionen können Sie die Nutzer dazu auffordern, Erfahrungsberichte zum neuen Produkt zu posten oder ein Foto mit sich und dem Produkt zu veröffentlichen. Holen Sie durch Umfragen Meinungen ein und fordern Sie durch Hinweise im Versandkarton zur Produktbewertung auf. Bleiben Sie im Gespräch, denn jede Erwähnung Ihres Produkts oder Unternehmens durch Kunden führt zu weiterer Präsenz in deren Netzwerk. Und im besten Fall noch darüber hinaus. Und wer weiß? Vielleicht sucht der Kollege des Freundes gerade zufällig nach dem gleichen Produkt und findet aufgrund einer Erwähnung direkt in Ihren Online-Shop. Aber Vorsicht: auch Kritik kann sich in Social Media schneller verbreiten. Achten Sie also darauf, diese ernst zu nehmen und entsprechend zu reagieren. Jede Kundenerwähnung Ihres Unternehmens in #SocialMedia führt zu weiterer Präsenz. #OnlineMarketing Klick um zu Tweeten

3.   Sie erhöhen Ihre Markenbekanntheit.

Präsenz erzeugt Präsenz. Durch Social Media Marketing wird Ihr Unternehmen von mehr potentiellen Kunden wahrgenommen. Wählen Sie ein aussagekräftiges Profilbild in den einzelnen Netzwerken, denn auch wenn Ihre Nutzer den veröffentlichten Beitrag nicht lesen, so wird Ihr Profilbild visuell aufgenommen. Und da wir uns Bilder meist besser merken können als Texte, kann sich ein Nutzer bei der nächsten Suche vielleicht wieder an Ihr Logo erinnern. Nutzen Sie zudem sinnvolle Hashtags oder kreieren Sie eigene Kampagnen-Hashtags, die Sie durch Ihre Zielgruppe streuen lassen. Kreativität und ein professioneller Umgang mit bestehenden Erwähnungen bzw. deren Einbindung in eigene Beiträge erhöht Ihre Reichweite und Markenbekanntheit enorm. Beachten Sie hier auf jeden Fall die unterschiedlichen Vorgehensweisen innerhalb der einzelnen Kanäle. Nicht immer macht es Sinn, Hashtags zu verwenden!

4.   Sie erreichen natürliches Linkbuilding.

Wie bereits erwähnt, werden geschickt formulierte Inhalte, z.B. Umfragen, Checklisten oder Videos, gern von Usern geteilt. Durch das Verbreiten eines Links erhöht sich die Zahl der Backlinks auf Ihre Webseite. Google selbst zieht wohl Nutzersignale auf einer Website nicht mit in das Ranking ein (Diese Information stammt aus dem Google Hangout vom 26. August). Jedoch spricht eine hohe Anzahl natürlicher Backlinks für eine hohe Relevanz der Website und das wiederum gilt als positiver Rankingfaktor von Google. Effizient eingesetztes Social Media Marketing kann somit positive Auswirkungen auf Ihre Position in den Suchergebnissen haben.

5.   Sie können effektive Werbung schalten.

Social Media bietet zahlreiche Optionen für Werbeanzeigen. Und im Gegensatz zur Werbung in den „alten“ Medien, in denen nicht nachvollziehbar ist, wer den Flyer liest und wer ihn wegwirft, können Sie hier genau messen, wer auf Ihre Anzeige geklickt hat. Durch das Sammeln der Nutzerdaten ermöglichen Ihnen die sozialen Netzwerke eine Ausrichtung auf eine klar definierte Zielgruppe. Das schont Ihren Geldbeutel und erhöht die Chancen, dass der Nutzer Ihre Dienstleistung in Anspruch nimmt oder Ihr Produkt kauft, da Ihre Anzeigen explizit auf die Interessen der User zugeschnitten werden können.#SocialMedia, vor allem #Facebook und #Twitter, bieten zahlreiche Optionen für Werbeanzeigen. Klick um zu Tweeten

Außerdem sind Social Media Werbeanzeigen im Gegensatz zu herkömmlicher Banner-Werbung häufig „unauffälliger“ und somit ein geringerer Störfaktor für den Nutzer. Bereits mit kleinen Budgets können Sie so eine große Wirkung erzielen. Das Mindestbudget ist je nach sozialem Netzwerk unterschiedlich und startet bei Twitter beispielsweise schon bei 1 € pro Tag. Die Kosten sind insgesamt meist viel niedriger als bei einer Anzeige in Printmedien. Ein weiterer Vorteil einer Anzeigenschaltung in Social Media liegt darin, dass auch laufende Kampagnen jederzeit an die gewünschte Zielgruppe oder Zielregion angepasst werden können.

6.   Sie können bestehende Kunden binden.

Soziale Netzwerke sind aus der heutigen Medien- und Kommunikationslandschaft nicht mehr wegzudenken, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Viele Nutzer informieren sich im Social Web über Unternehmen und nehmen bei Fragen häufig auch direkt Kontakt auf. In einer US-Umfrage von Accent Online nannten 82 % der Befragten Facebook als bevorzugten Social Media Kanal für den Kundenservice. Ob sich diese Entwicklung auch in Deutschland zeigen wird, bleibt abzuwarten.

“A study by Sprout Social found that five out of six messages sent to brands on social that require response go completely unanswered.”

Fünf von sechs Nachrichten, die Nutzer an Unternehmen gesendet haben, blieben laut dieser Studie unbeantwortet. Dabei ist es sicherlich keine gute Idee, Kunden zu ignorieren. Sprout Social vergleicht dieses Verhalten damit, den Telefonhörer nicht abzunehmen – nur, dass es in den sozialen Medien öffentlicher ist. Beantworten Sie Fragen der Kunden schnell und freundlich. Sind diese zufrieden, bedanken sie sich häufig sogar mit einem „Like“ oder teilen Ihre Inhalte. Durch regelmäßigen Dialog mit Ihren Kunden können Sie diese an Ihr Unternehmen binden und sorgen zusätzlich für eine positive Außendarstellung.

7.   Sie erhalten schnell Feedback.

Soziale Netzwerke erleichtern es, konstruktives Feedback zu den eigenen Leistungen und Produkte zu erhalten. Daraus können neue Produktideen und Anregungen entstehen oder eine Entscheidung innerhalb eines Produktvergleiches getroffen werden. Besonders gut geht das mit Umfragen, wie Sie zum Beispiel bei Twitter und Facebook erstellt werden können. Hier können Sie direkt nach den Meinungen Ihrer Fans und Follower fragen und diese somit an Ihr Unternehmen binden. Sie könnten z.B. zwei verschiedene Produktnamen veröffentlichen und Ihre Fans über den finalen Namen abstimmen lassen. Dadurch steigt die Identifikation des Nutzers mit Ihrem Unternehmen und ein Gefühl des „Das-habe-ich-mitbestimmt“ entsteht.

Geben Sie den Nutzern auch bei negativem Feedback immer das Gefühl, dass Sie seine Meinung schätzen und sich um eine Lösung kümmern. Vergessen Sie nicht den altbewährten Marketing-Spruch: „Der Kunde ist König“.

8.   Sie können Ihr Image verbessern.

Laut einer Studie aus dem Jahr 2009 erwarten 95 Prozent der Nutzer, dass Unternehmen nicht nur in Social Media präsent sind, sondern dort auch interagieren. Dort, wo ein Großteil der Internetnutzer ihren Alltag verbringen. Wenn Sie neue Produkte, Geschenkideen oder Tipps benötigen, werden Sie in den sozialen Netzwerken bei ihren Freunden nach Ratschlägen suchen oder sich bei YouTube mit How-To-Videos helfen lassen wollen. Wenn Sie als Unternehmen in den sozialen Medien aktiv sind, Ihre Produkte darstellen, Tipps preisgeben und mit Ihren Followern interagieren, wird Ihr Unternehmen transparenter und menschlicher. Warum nicht auch ein Foto des jährlichen Kick-Off-Meetings online stellen? Oder lassen Sie Ihre Zielgruppe mit kleinen Details zu Mitarbeitern oder Einblicken in die Büro- oder Produktionsräume ein Stück weit teilhaben am Produktionsprozess. Es ist nicht immer der Preis, der über den Kauf eines Produkts oder einer Dienstleistung entscheidet. Image, Authentizität und eine gefühlte Greifbarkeit spielen eine immer größere Rolle.

Fazit

Es gibt viele gute Gründe für Social Media – auch wenn Ihnen einige Herausforderungen gegenüber stehen. Seien Sie sich bewusst, dass Ihre Nutzer immer eine Antwort auf ihre Frage erwarten. Und zwar am besten so schnell wie möglich. Und so qualifiziert wie möglich. Social Media Marketing darf keine „Nebenbei-Aufgabe“ sein – Ihre Kunden sind dafür zu wichtig. Ihr Social Media Team sollte gut geschult sein und immer wissen, welche Reaktion angebracht ist. Um ganz sicher zu gehen, erstellen Sie im Vorfeld lieber sogenannte Social Media Guidelines. Diese legen fest, wer für was verantwortlich ist, wie in bestimmten Situationen reagiert werden sollte und welche Bildsprache genutzt wird. Einen Leitfaden dazu können Sie hier finden.

Info zum Newsletter-Special

Das könnte Sie auch interessieren: